Was wir machen

In aller Munde und aller Köpfe -
Deutsch in Österreich

… ist eine Plattform, die Informationen und Anregungen zum Thema „Deutsch in Österreich“ bietet und zum Austausch darüber einlädt. Sie versteht sich als Bindeglied zwischen interessierter Öffentlichkeit und Wissenschaft und möchte Sprachwissenschaft durch Citizen Science (be)greifbar machen.

Worum es geht

Menschen & Sprache


In Österreich gibt es eine Vielzahl verschiedener Sprachformen (=Varietäten) des Deutschen. Damit meinen wir nicht nur gesprochene (oder auch geschriebene) Dialekte, sondern auch Standardsprache (=Hochsprache) und alles was „dazwischen“ liegt, also u.a. „Umgangssprachen“.
Das Citzen-Science-Projekt möchte zum Nachdenken über den (eigenen) Gebrauch und die (eigene) Wahrnehmung der deutschen Sprache in Österreich anregen. Bürgerinnen und Bürger sollen dazu ermuntert werden, Fragen, die sie zum Thema haben, zu stellen und den Antworten dazu selbst, oder im Dialog mit unseren Wissenschafterinnen und Wissenschaftern auf den Grund zu gehen.

Beim Citizen-Science Projekt geht es darum, eine Brücke zwischen interessierter Öffentlichkeit und (Sprach-)Wissenschaft zu schlagen.

Wen interessiert das?

Öffentlichkeit & Wissenschaft


Der Gebrauch von Sprache ist ein emotional und politisch behaftetes Thema, das immer wieder öffentlich und heiß diskutiert wird. Weil Sprache im Lebensalltag eine wichtige Rolle spielt, betrifft das Thema alle - und alle können mit ihrer Meinung, Erfahrung, ihrem Wissen oder ihren Anliegen dazu beitragen.

Woher stammt des Wort „Teebutter“? Sterben Dialekte aus? - sind nur wenige der vielen Fragen, die immer wieder an germanistische Sprachwissenschaftsinstitute in Österreich herangetragen werden.

Die Wissenschaft interessiert, was die Menschen in Österreich zur eigenen Sprache (oder den eigenen Sprachen) sowie den verschiedenen Arten des Sprechens, von Dialekt bis Hochsprache denken. Durch den Austausch mit der Öffentlichkeit über „IamDiÖ“ können die Meinungen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in den Forschungsprozess miteingebunden und so gesellschaftliche relevante Themen behandelt und öffentlich diskutiert werden.

Das Besondere daran

Diskussion & Austausch


Unsere Projekte sind so angelegt, dass alle daran teilnehmen können, die Interesse haben. Wir richten uns gezielt an Menschen, die sich schon mit Deutsch in Österreich auseinandersetzen und solche, die es (auch) tun wollen – vielleicht aber nicht genau wissen, wie sie sich dem Thema annähern sollen.

Wir erarbeiten den gesamten Forschungsprozess gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die selbst als Sprecherinnen und Sprecher von deutschen Varietäten als Expertinnen und Experten betrachtet werden. Die Auswahl der (brennenden) Forschungsfragen, der Methoden, der Datenanalyse und der Kommunikation der gewonnenen Ergebnisse erfolgt im gegenseitigen Austausch. Nur so kann unsere Forschung die Anliegen und Bedürfnisse der Bevölkerung im Bereich Sprachgebrauch des Deutschen und einen offenen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gestalten.

Indem wir mit euch zusammenarbeiten und gesellschaftlich relevante Themen behandeln, treiben wir die Grundlagenforschung voran und können mit unserer Forschung auf gesellschaftliche Herausforderungen antworten. Mit unserem Projekt erhalten wir ein umfassendes Bild von der (Varietäten-)Landschaft des Deutschen in Österreich. Somit können wir Bewusstsein für dieses Thema in vielen Umfeldern schaffen; auf den Straßen, in aller Munde und aller Köpfe in Österreich, sozusagen.

Projektphasen

„In aller Munde und aller Köpfe - Deutsch in Österreich“ durchläuft mehrere Phasen

 

Konzeption und Pilotstudie

In der ersten Phase verfeinern wir unser Konzept und testen es mithilfe von Studierenden. „IamDiÖ“ wird in ausgewählte Lehrveranstaltungen der Universität Wien eingebunden. Die Beiträge und das Feedback der Studierenden sind zentral für die nächste Projektphase.

 

Einbinden von weiteren Interessentinnen und Interessenten

Die zweite Phase ist die Hauptphase des Projekts, in der wir versuchen, so viele interessierte Menschen wie möglich zu erreichen.
Am Beginn dieser Phase werden zusätzlich zu Studierenden vor allem auch Deutschlehrerinnen und -lehrer, Sprachvereine und weitere Personen, die sich mit (der deutschen) Sprache in Österreich beschäftigen, in das Projekt einbezogen.
In einem nächsten Schritt gehen wir weiter auf die österreichische Bevölkerung zu – denn wenn es um Sprache geht, können alle mitreden! Für diese Phase sind auch die ersten, größeren Aktionen geplant, an denen alle teilnehmen können, die Interesse haben.

 

Abschluss

Den Projektabschluss bildet die Abschlussveranstaltung. Wie diese genau aussieht, ist noch offen. Klar ist, die Beiträge der „Citizen Scientists“ sollen gewürdigt werden und alle am Projekt beteiligten Forscherinnen und Forscher – Bürgerinnen und Bürger, Wissenschafterinnen und Wissenschafter, Studierende, … – sind dazu eingeladen!

Unsere Ziele

  • Ganz Österreich beforscht Deutsch in Österreich. (Du hilfst dabei Wissenschaft zu gestalten).
  • Herausfinden, was die Gesellschaft im Bereich Deutsch in Österreich bewegt (und die Forschung vielleicht vernachlässigt hat). Eine öffentliche Diskussion des Themas anregen.
  • Wissenschaft (be)greifbar machen.
  • Missverständnisse und Sprachmythen aufklären.
  • Interesse an (Grundlagen-)Forschung (in den Geisteswissenschaften) wecken. (Wissenschaft passiert nicht weit weg im Elfenbeinturm).
  • Die Bedeutung der Geisteswissenschaften (Linguistik) für die Gesellschaft vermitteln.
  • Ein Best-Practice-Beispiel für Citizen-Science-Projekte in den Geisteswissenschaften werden.
  • Positionierung unserer Wissenschafterinnen und Wissenschafter als Expertinnen und Experten im Bereich Deutsch in Österreich.